Die Ergotherapie im Fachbereich Psychiatrie unterstützt Menschen dabei, ihre persönlichen Fähigkeiten, Stärken und Ressourcen wiederzuentdecken und weiterzuentwickeln. Ziel ist es, die
Handlungsfähigkeit im Alltag, im Berufsleben und in sozialen Beziehungen zu fördern und zu stabilisieren.
Im Mittelpunkt stehen dabei immer die individuellen Lebenssituationen, Bedürfnisse und Ziele der Patientinnen und Patienten. Gemeinsam werden lösungsorientierte Wege erarbeitet, um mit
psychischen Belastungen, Krisen oder Erkrankungen besser umgehen zu können. Dabei wird nicht nur der einzelne Mensch betrachtet, sondern auch sein soziales Umfeld, seine Rollen und bestehenden
Unterstützungsstrukturen.
Die ergotherapeutische Behandlung kann unter anderem bei Depressionen, Angststörungen, Burnout, Traumafolgestörungen, Psychosen oder Anpassungsschwierigkeiten helfen. Inhalte der Therapie können
alltagsnahe Aktivitäten, kreatives und handwerkliches Arbeiten, Training von Struktur und Belastbarkeit sowie der Aufbau von Selbstwirksamkeit und Handlungskompetenz sein.
Ein zentraler Fokus liegt auf den vorhandenen Ressourcen: Fähigkeiten, Interessen, positive Erfahrungen und persönliche Stärken werden bewusst genutzt, um neue Perspektiven zu entwickeln und
nachhaltige Lösungen zu finden. Ziel ist es, mehr Stabilität, Selbstvertrauen und Lebensqualität im eigenen Alltag zu erreichen.